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Waldhausen , das inmitten der landwirtschaftlich geprägten Haar gelegene Waldhausen gehörte mit seinen Siedlungen Taubeneiche und Echelnpöten jahrhundertelang zum Kirchspiel Mülheim. Bereits 1293 erstmalig erwähnt, behielt es seinen dörflichen Charakter bis in die neueste Zeit. Der Mülheimer Landkomtur Rab Dietrich von Ovelacker stiftete im 17. Jahrhundert ein erstes Gotteshaus, an deren Stelle sich heute die in den Jahren 1923/24 errichtete St. Barbara-Kapelle erhebt. Charakteristische Hofanlagen prägen das Ortsbild dieses schon in die Soester Börde weisenden nördlichen Stadtteils.

Waldhausener Jagdgenossenschaft; Vors.:Heinrich Jaeger (1963-2003), Heinz Kramer (2003-);

Wallburg Lörmund; auf einem westlichen Ausläufer des Ochsenrückens, im Mündungswinkel zwischen Möhne und Riemecke, befindet sich der aus mehreren einzelnen Wällen gebildete Ringwall des Lörmunds; zu unterscheiden ist eine kleinere hochmittelalterliche Anlage von einem deutlich älteren Wallsystem. Die hochmittelalterliche Burg - der Standort der Kreuzbergkapelle - ist durch einen tiefen sog. Halsgraben von der größeren Anlage getrennt. An der Westseite finden sich keine Wälle, hier reicht die natürliche Geländesteile als Annäherungshindernis aus. Das aus dem Halsgraben stammende Material wurde am Hang angeschüttet, noch heute sind die Schuttkegel zu erkennen. Der 8 - 10 m tiefe Halsgraben trennt einen ca. 0,2 ha großen Burgplatz vom restlichen Ringwall ab. 35 m östlich befindet sich ein weiterer Wall mit Graben. Die Wallenden setzen an Terrassenkanten an. Dieser Wall kennzeichnet möglicherweise den Kernbereich der alten Burg. Das östliche Ende wird durch zwei weitere Wälle gebildet. Unklar ist der alte Zugang zur Burg. Möglicherweise bestand ein Weg an der Südseite, dann läge ein Tor mit "überlappenden Wallenden" vor. Die Kreuzbergskapelle wurde 1890 errichtet. Vorher - 1845 - wurde am Lörmund ein hölzerner Kreuzweg errichtet, der 1865 durch Sandsteinkreuze ersetzt wurde;

Warstein; obwohl Stellen der heutigen Siedlung bezeugen, dass es schon vor tausenden von Jahren menschliches Leben hier gegeben hat, wird Warstein erst 1072 urkundlich erwähnt. Nachweislich befand sich etwa 1, 5 km vom heutigen Stadtzentrum ein Ort, dessen Mittelpunkt noch heute die Kapelle "St. Maria BMV und St. Antonius von Padua" aus dem 17. Jh. Im Jahre 1276 wurde Warstein, im Zuge der Stadtgründung, die Stadtrechte verliehen - von Siegfried von Westerburg, der vorher die alte Siedlung verlangte. Der Wohlstand, der durch zahlreiche Äcker, hohe Waldbestände, zahlreiche Hütten- und Kammerwerke sowie den Anschluß am Hansebund garantiert wurde, intensivierte sich im 18. und 19. Jh. durch den Industrieausbau. Am 31. 12. 1802 veränderte sich die Fassade Warsteins durch einen großen Stadtbrand zum Nachteil. Hessische Landherren, die seit 1803 regierten, befahlen, die mittelalterliche Stadtburg zu verlassen und im Wäster / Range- Tal Wohnhäuser und öffentliche Gebäude zu errichten. Während der folgenden Jahre stieg die warsteiner Bevölkerungszahl stetig an. Vorteilhaft für diese Entwicklung war die expandierende Industrie - besonders im eisenverarbeiteten Bereich. Am Tage des 1. 1. 1975 bildete sich aus dem 1844 errichteten Amtes Warstein, die Gemeinde Suttrop und der alten Stadt Warstein die heutige Stadt. Die rund 30.000 Einwohner der einzelnen Ortsteile leben und fühlen mit dem Selbstverständnis und ihren Traditionen.

Warstein-Lippstädter Eisenbahn, ab 1896: Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE); Streckeneröffnung: 01.11.1883 Lippstadt - Belecke - Warstein (30,7 km lang); Stillegung: 17.04.1970 (von Belecke bis 3,7 km vor Soest);

Warsteiner All Terrain Team e.V.

Warsteiner Brauerei; die Biersorten "Fresh" (alkoholfrei) und "Light" (alkohol- und kalorienreduziert) werden am Standort Paderborn vorgestellt (29.06.1991);

Warsteiner Gruben- und Hüttenwerke; 1872 verkaufte der Staat das "Hüttenwerk Holzhausen" bei Homberg an der Efze (Hessen), in dem bis 1907 gußeiserne Öfen und gußeisernes Gerät gefertigt wurden, an das Warsteiner Unternehmen; aus Holzhausen stammen vermutlich die sogenannten "Märchenöfen", die von den Warsteiner Gruben- und Hüttenwerke verkauft wurden; das Hüttenwerk Holzhausen wurde 1968 liquidiert (dabei sollen alle Gußmodeln, Formen und Archivmaterial vernichtet worden sein);

Warsteiner Kalkwerk GmbH & Co KG; 1932 zur Herstellung von Düngebranntkalk für die Landwirtschaft von den Gebrüdern Feldmann gegründet; Mitte der 50er Jahre der Einstieg in die Baukalkproduktion; 1957 Inbetriebnahme eines Schachtofens mit Drehkübelbeschickung; zur Erweiterung der Produktpalette wurde eine Löschanlage zur Herstellung von Weißkalkhydrat errichtet; seit den 1970er Jahren fanden die Produkte vermehrt Anwendung in der Umwelttechnik (Aluminiumherstellung/ Kläranlagen/Rauchgaswäsche); 1984 Übernahme des Betriebes durch die Firma H. Brühne GmbH & Co.KG; 1991 wurde ein Mehrkammerschachtofen für weichgebrannte Kalke in Betrieb genommen; im Dezember 1995 erwarb die Firma Schencking Kalk- und Kalksandsteinwerke GmbH & Co.KG das Warsteiner Kalkwerk; 1999 wurde ein modernes Aggregat zur Herstellung von Porokalken und Körnungen für die Stahlindustrie in Betrieb genommen;

Warsteiner Liste (WAL), Vors.: Robert Zidek (1989), Werner Braukmann, Suttrop (-);

Warsteiner Schäferhundeverein; Vors.: Reinhold Kersting (-1991); Bettina Pöppelbaum (1991-);

Warsteiner Skyglider Team; www.skyglider.de

Warsteiner Tennispark e.V.

Warsteiner Verein für Wohlbefinden und Gesundheit; gemeinnütziger Verein, der sich Wohlbefinden und Gesundheit auf seine Fahnen geschrieben hat. Initiiert wurde die Ende September 2001 vollzogene Vereinsgründung von den Westfälischen Kliniken Warstein und Lippstadt, die Personal-, Raum- und Technik-Ressourcen zur Verfügung stellen, um ein möglichst breit gefächertes Angebot an Kursen vorhalten zu können. Vors.: Willi Bender (-); www.woge-ev.de

Wasserpreis; in Allagen 45 Pfennig (1958);

Weber, Klaus-Peter; Hirschberg, Ratsmitglied der SPD (-); Ortsvorsteher von Hirschberg (-); Schützenkönig Hirschberg (1989);

Weiken, Josef; †Jahreswechsel 1989/1990 im Alter von 86 Jahren; SPD-Ratsherr der Stadt Belecke (1947-1974); Mitglied des Kreistages des Kreises Arnsberg (8 Jahre); 20 Jahre Vize-Bürgermeister in Belecke, Vorsitzender des SPD-Ortsverein Belecke (1946-); Ehrenvorsitzender des SPD-Ortsvereins (1961); über 50 Jahre Mitglied der IG Metall; Betriebsratsvorsitzender der Warsteiner Eisenwerke; Ehrenmitglied der Belecker Bürgerschützen;

Welcome Hotels GmbH, Dieplohstrasse 12 (HRB 0549), Geschäftsführer: Jürgen Lieberwirth, Ernst Kesper

Welschenbeck, ehemaliges Wasserschloß in Mülheim, seit 1220 als Rittersitz nachweisbar;

Werner, Werner; *Recklinghausen; aufgewachsen in Wickede, Abitur in Werl, Jura-Studium in Köln und Münster, I. Staatsexamen 1965, II. jur. Staatsexamen 1969; Richter am Verwaltungsgericht Arnsberg, Dezernent des Kreises Iserlohn, Leiter des Lüdenscheider Rechtsamtes, Stadtdirektor der Stadt Warstein (01.12.1977-1999);

Wessel, Clemens; Belecke (1938), Friseur, Porzellan, Kurz- und Schreibwaren;

Wessel, Josef, Belecke; Klempnerei und Installationsgeschäft, Haus- und Küchengeräte (1938);

Wessel, Peter, Erwitte, Rechtsanwalt, Vorsitzender der CDU-Ortsunion Erwitte; bewarb sich im Oktober 2003 um die CDU-Kandidatur für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters der Stadt Warstein;

Westfälischen Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Warstein (siehe auch →WKPP); gegr. 01.04.1905; Daten zur Geschichte: März 1902 Der Westfälische Provinzial-Landtag beschließt den Bau einer neuen „Provinzial-Heilanstalt“; im Sommer 1903 Beginn der Bauarbeiten; 01.04.1905 Bestellung von Dr. Hermann Simon zum ersten Direktor; Gründungsdatum der Klinik; 15.08.1905 Einzug der ersten Patienten; 1909 Beendigung der Bauarbeiten - Baukosten für 33 Krankengebäude einschließlich der Einrichtungen und Dienstwohnungen: 6,9 Mio. Goldmark; 1943 erstmals Behandlung von Tuberkulosekranken in der späteren Fachklinik für Erkrankungen der Atmungsorgane „Stillenberg“; 1939-1943 1571 Patientinnen und Patienten werden als Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“ aus Warstein abtransportiert - die meisten von ihnen werden ermordet; 1964 Inbetriebnahme des „Neubaus“ (Gebäude 12); im Februar 1972 Eröffnung der ersten Drogenabteilung; 01.02.1978 Einzug der ersten Patienten in die „Fachklinik zur Behandlung von Suchtkrankheiten“; 01.01.1997 Fusion der Suchtklinik Stillenberg mit der Psychiatrischen Klinik zur „Westfälischen Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Warstein“;

Westfälische Rundschau Lokalredaktion Warstein; älteste Lokalzeitung nach dem Krieg in Warstein (1946-), die Redaktionsräume befanden sich von ? bis 2001 an der Hauptstr. 59, seit 2001 an der Hauptstr. 92; verantw. Redaktionsleiter: Gerhard Henneke (1968); Leuchtenberger (-2000), Ralf Münstermann (2001-2005); am 15.07.2005 wurde die letzte Lokalausgabe (für den 16.07.2005) in eigenständiger WR-Redaktion produziert, danach die Redaktion aufgelöst; seit dem 18.07.2005 erscheint die WR in Warstein mit dem Lokalteil der Westfalenpost Warstein;

Wied, Jürgen; Warstein, Ratsmitglied der SPD (-);

Wiesel, Drogerie, Bad Belecke, Bahnhofstr. 16 (1938);

Wietbüscher, Heinrich, Pfarrer; *27.10.1907 Wiedenbrück † Warstein; Priesterweihe in Paderborn (17.03.1934), Vikar in Sundern (08.04.1934-), Wehrdienst (08.08.1940-), Lagerpfarrer in amerikanischer Kriegsgefangenschaft (02.03.1945-), Pfarrvikar in Rösenbeck (10.06.1946-), Vikar in Neheim in St. Joh. Baptist (02.08.1949-), Pfarrer in Warstein (05.07.1955-1977), Pfarrer i. R. in Warstein (01.07.1977-);

Wigge, Ernst; Belecke; Bezirksstellenleitung Sauerland der "Deutscher Bauerndienst" Allgemeine Versicherungs AG;

Wiggeshoff, Christoph; Allagen, Ratsmitglied der CDU (-);

Wirth, Otto, Bad Belecke; Molkereiprodukte, Lebensmittel, Auslieferungslager zu Festen in "Heine-Würstchen" und Fleischkonserven sowie "Petrie" Fischmarinaden (1938);

WKPP; die heutige Westfälische Klinik Warstein wurde ab 1903 erbaut und nahm ab 1905 den Betrieb auf. Im Laufe der Zeit änderte sich mehrfach die Bezeichnung der Einrichtung. Zunächst als Provinzialheilanstalt Suttrop gegründet waren die späteren Bezeichnungen Heil- und Pflegeanstalt, später Landesheilanstalt Warstein. Später folgten die Bezeichnungen Westfälisches Landeskrankenhaus Warstein und schließlich Westfälische Klinik für Psychiatrie. Die früher sehr große Einrichtung war in vielerlei Hinsicht autonom. So gab es neben eigener Landwirtschaft und Gärtnereien auch einen eigenen Gutshof mit Schweinehaltung. Ein ganz besonderer Ausdruck der Autonomie war das klinikeigene Geld.


Wöske Schnoadloipers Warstein, Heimatverein, Vors.: Thomas Oppman (1995-2003), Andreas Wulff (2003);

Wohngebäude, am 31.12.2001 gab es in Warstein: 7.054 Wohngebäude mit 11.358 Wohnungen (am 25.09.1956: 4.4276 Wohnungen); 90,7 Prozent der Wohnräume werden Ende 2001 mit Gas, 5,7 % durch Fernwärme und 3,4 % durch Öl beheizt;

Wolters, Maria geb. Kleinewegen; *01.01.1912; Hebamme aus Sichtigvor, Am Brauk 5; stammt aus Essen-Borbeck, siedelte 1943 mit ihren drei Kindern zu ihrer Freundin Johanna Rusche ins Möhnetal um; von 1947 an erlernte sie in Paderborn den Beruf der Hebamme, den sie ab 1949 innerhalb des Kirchspiels Mülheim ausübte (vertretungsweise war sie 1956/57 auch in Belecke und Allagen tätig; von 1964 bis zu ihrer Pensionierung (1972) war Maria Wolters am Warsteiner Krankenhaus tätig; unter ihrer Mithilfe erblickten rund 2100 Kinder das Licht der Welt, darunter 25 Zwillingspärchen und zweimal Drillinge; auch im Ruhestand war Maria Wolters noch lange Jahre aushilfsweise an den Krankenhäusern Soest, Bad Driburg, Wickede-Wimbern und Hemer tätig;

Wüllner, Josef; Belecke, Ratsmitglied der CDU (-); Pädagoge (Studienfach Politik), seit 1979 am Börde-Berufskolleg in Soest tätig; bewarb sich im Oktober 2003 um die CDU-Kandidatur für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters der Stadt Warstein;

Wurzen; am 3. Oktober 1990, dem Tag der Deutschen Einheit, besiegelten Wurzen und Warstein ihre Städtepartnerschaft. Wurzen grüßt seine Besucher schon von Weitem durch eine imposante Silhouette. Sie wird geprägt durch die Türme von Dom, Schloss, Stadtkirche St. Wenceslai und Backwarenfabrik. Wurzen ist eine der ältesten Städte Sachsens. Die wechselvolle Geschichte der Stadt beginnt im Jahr 961. Im 15. und 16. Jahrhundert war Wurzen Residenzstadt der Bischöfe von Meißen. Noch heute erinnert das Wappen der Stadt an diese wirtschaftliche Blütezeit. Das Stadtzentrum wird vorwiegend durch restaurierte Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert geprägt. Der Ringelnatzbrunnen auf dem Markt erinnert an den bekanntesten Sohn der Stadt, den Schriftsteller, Maler und Kabarettist Joachim Ringelnatz. Er wurde 1883 in Wurzen geboren. Der Flusslauf der Mulde prägt die Landschaft durch weitläufige Auen und sanfte Hügel.

WVG - Warsteiner Verbundgesellschaft, Belecker Landstr. 60; Energieversorger (Strom und Gas);


Lexikon für die Stadt Warstein, erstellt durch Horst Hassel,
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