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Dreislar

Die Bilsteinhöhle

Die Bilsteinhöhle findet sich im äußersten Westen des Warsteiner Sattels, eines Sattels aus mitteldevonischem Massenkalk, der sich von der Bilsteinhöhle im Westen bis nach Kallenhardt im Osten, also über ca. 8 km erstreckt. Die Höhle hat eine Gesamt-Ganglänge von fast 2.000 m, davon sind ca. 400 m als ganzjährig geöffnete Schauhöhle für Besucher zugänglich. Die Tiefe der Höhle beträgt ca. 50 Meter.


Foto: Horst Hassel

In der Bilsteinhöhle wurden sowohl paläontologische als auch vorgeschichtliche Funde gemacht. Die Knochenfunde stammen im Wesentlichen aus der Weichsel-Kaltzeit, nachgewiesen wurden vor allem Höhlenbär, Höhlenlöwe, Höhlenhyäne und Rentier. Aus den verschiedenen menschlichen Besiedlungsphasen stammen eine mittelsteinzeitliche Jägerstation, ein Kupferdolch der Glockenbecherkultur (ca. 2.300 vor Christus), ein Zylinderhalsgefäß der Urnenfelderkultur (ca. 800 vor Christus) und zahlreiche Funde aus der vorrömischen Eisenzeit (ca. 500 vor Christus), darunter Keramik, Schmuck und menschliche Knochen.

Menschlicher Schädelrest aus der Bilsteinhöhle Warstein
Wie zahlreiche andere Höhlen im Sauerland und darüber hinaus deuten die eisenzeitlichen Funde auf eine kultische Bedeutung der Bilsteinhöhle hin. Diese dürften im Zusammenhang mit Bestattungsriten stehen. Andere Theorien (Kannibalismus) sind abwegig. (Quelle: Wikipedia)


Mit Eisen und Kupfer Berühmtheit erlangt
WR vom 18.09.2006 / LOKALAUSGABE / WARSTEIN

Von Theresa Lennert
Warstein. "Historischer Bergbau im Arnsberger Wald" war das Thema des Vortrages von Prof. Dr. Wilfried Reininghaus, Präsident des Landesarchivs Nordrhein-Westfahlen, der anlässlich des "Tages des Geotops" in der Alten Jugendherberge im Bildsteintal stattfand. "Ich hoffe, dass sich mehr Menschen eingraben in die staubige Geschichte", wünschte er sich und betonte, dass viele Menschen bei den Veranstaltungen ins Staunen gekommen seien. Initiator Stefan Enste betonte, dass alle drei Veranstaltungen zum "Tag des Geotops", die bergbaukundliche Führung und die Grubenführung am Samstag sowie der bevorstehende Vortrag eine gute Resonanz von den vielen Bergbauinteressierter erfahren haben. Wilfried Reininghaus gab seinen Zuhörern im Folgenden einen Einblick in die neuen Erkenntnisse über die Aufnahme der Werke im Hohenzollerntum Westfahlen. Er erläuterte, welche Rolle der Bergbau im Sauerland unter der Herrschaft des Kölner Erzbischofs spielte. Die These, dass mittelalterliche Städtegründungen in einem Zusammenhang mit dem Bergbau stehen, ist naheliegend, wenn der Machtfaktor des Bergbaus miteinbezogen wird. Nicht nur Bergwerke, sondern auch Hütten- und Hammerwerke waren wichtig zur Münz- und Rüstungsherstellung, sowie zur Herstellung von Metallwerkzeugen. Rund um Warstein sind jede Menge Eisengruben zu finden, was verdeutlicht, dass Warstein ein Schwerpunkt für den Bergbau gewesen ist. Das Erzvorkommen liegt nahe an der Oberfläche, so dass es vermutlich schon im Mittelalter abgetragen wurde. Die meisten Informationen über den Bergbau gibt es jedoch aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Sicher ist, dass Warstein für sein Eisen und Kupfer in ganz Deutschland berühmt war. Etwa 1 000 Bergwerke im Sauerland, auch in Rüthen und Arnsberg waren früher wichtige Rohstofflieferanten. Mit Hilfe der Ergebnisse aus Untersuchungen in Archiven, einer Übersicht der Bergbauspuren an der Oberfläche und gezielten Ausgrabungen an ausgewählten Punkten wurde eine "Bestandsaufnahme für die Nachwelt gemacht".



Zu Fuß in die Dunkelheit
13.09.2006 / WR LOKALAUSGABE / WARSTEIN

Warstein. Drei Tage lang, von Freitag, 15., bis Sonntag, 17. September, steht im Rahmen des Tages des Geotops der historische Bergbau um Warstein im Blickpunkt. "Jacob Strack auß der statt Warstein ein 18jähriger Bergmann aufm Oberhagen in der Eyßen grube durch einen auß der Kupel abgefallenen stein auff der stell gleich todt" - so lautet ein Eintrag in das Suttroper Sterberegister vom 26. August 1756. Vor 250 Jahren starb der junge Bergmann in der wichtigsten der damaligen Gruben, der Grube "Rom" im Oberhagen.

Noch heute sind die Spuren dieser Grube im Gelände unübersehbar: Riesige Krater mitten im Oberhagen. Wer genauer hinsieht, der begegnet den Relikten rund um Warstein auf Schritt und Tritt. Genauer hinzusehen - dazu laden der Heimatverein Suttrop und Stefan Enste (Alte Jugendherberge im Bilsteintal) am kommenden Wochenende ein. Am Samstag, 16. September, beginnt um 9 Uhr am Haus Kupferhammer eine bergbaukundliche Wanderung.

Auf 14 Kilometern werden den Wanderern Spuren des Bergbaus begegnen: Die Grube "Rom im Oberhagen", verschiedene Stollen und Pingen im Stillenberg, die alte Grube St. Christoph im Schorental, Grube Georg am Grünen Ufer, Grube Siebenstern im Kahlenberg und die Grube David an der Bilsteinhöhle; insgesamt ca. ehemalige 17 Bergbau-Bereiche liegen am Weg.

Interessierte, denen die ganze Wanderung zu lang ist, oder die sich für einzelne Bereiche interessieren, können an verschiedenen Stellen dazustoßen: Oberhagen, Suttroper Seite, Bildstock (ca. 10.15 Uhr), am alten Friedhof der Westfälischen Kliniken (ca. 10.30 Uhr), an der Gaskugel (ca. 11.45 Uhr), am Biohof Matern (ca. 13 Uhr), dort Mittagspause, an der Schutzhütte im Kahlenberg (ca. 14.40 Uhr), am Trafoturm der Grube David (ca. 15 Uhr). Wer die Arbeitswelt der Bergleute am eigenen Leib spüren möchte, der ist zu den Grubenlampenführungen in der Bilsteinhöhle eingeladen.

Da keines der ehemaligen Bergwerke öffentlich zugänglich ist, dient die Bilsteinhöhle als Ersatzbergwerk. In der Höhle möchte Stefan Enste verschiedene historische Grubenlampen vorstellen. Treffpunkt ist am Freitag und Samstag um 17 Uhr an der Alten Jugendherberge im Bilsteintal. Für Sonntag, 17. September, konnte der Präsident des Landesarchivs NRW, Dr. Wilfried Reininghaus zu einem Vortrag gewonnen werden: "Historischer Bergbau im Arnsberger Wald" um 17 Uhr in der Alten Jugendherberge im Bilsteintal. Weitere Infos unter www.Bilsteintal.de.


Quelle: Bericht über die Tätigkeit der Bergbehörden des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 2003

Besucherbergwerke und -höhlen

Die Anzahl der unter Bergaufsicht stehenden Besucherbergwerke und –höhlen hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Eine detaillierte Auflistung gibt Anlage A 6 wieder. Insbesondere das der Bergaufsicht des Bergamts Kamen unterliegende Besucherbergwerk Kleinenbremen und die Besucherhöhle Bilsteinhöhle in Warstein haben im Jahr 2003 einen rückläufigen Besucherstrom zu verzeichnen. Die Besucherzahlen, 25.783 im Besucherbergwerk Kleinenbremen und 42.614 in der Besucherhöhle Bilsteinhöhle, liegen ca. 18,8 % bzw. 12,4 % unter denen des Vorjahres.



Quelle: WR Warstein vom 28.09.2006



Lexikon für die Stadt Warstein, erstellt durch Horst Hassel,
58849 Herscheid, Tel.: 02357/903090, E-Mail: webmaster@warstein-lexikon.de