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13.3 Aspe (westlich Brilon)
Lage: östl. Altenbüren in der Gemarkung Im Südfeld
Die Gruben auf dem Aspe bauten auf dem Gang Gesekerstein. Tagebau und
Bremsberg wurden wohl von den Gebrüdern Becker betrieben. Dann Verkauf
oder Verpachtung an die Firma Risse & Osterholt aus Belecke. Diese Firma
teufte nur wenige Meter seitlich des Kalkspatganges im Nebengestein
einen Schacht. Der Schacht wurde bestückt mit einem Stahlfördergerüst
von der ehemaligen Kalkspatgrube Karthaus. Der Schlosser Franz Stemmer
berichtete mir von dieser Demontage auf Karthaus und dem Wiederaufbau
am Aspe. Sie hätten bei diesen Arbeiten dem Alkohol zugesprochen. Auch
konnte er mir noch genau den Förderkorb oder besser gesagt den Tragboden
beschreiben. Ich fragte ihn sofort, ob mit diesem Förderkorb auch
Seilfahrt gemacht wurde. "Ja, selbstverständlich, alle sprangen auf den
Förderkorb und ließen sich in die Tiefe fahren. Trotz Verbot der
Seilfahrt".
Der Kalkspat auf Aspe westlich hatte eine Mächtigkeit von ca. 15 Meter
und trümmerte nach Nordwesten auf, um dann nach ca. 50 Meter auszukeilen.
Im Schachtbereich der 3. Sohle beträgt die Mächtigkeit des Nebentrum
2,50 bis 3,00 Meter. Der Schacht trifft hier schon das Nebentrum. Der
Gang wurde auf der 3. Sohle rund 260 Meter in Streichrichtung gebaut.
Den Abbau auf der 4. Sohle wollte man durch einen Bremsberg von der
3. zur 4. Sohle lösen. Die Auffahrung der 4. Sohle musste wegen des
Grundwassers aufgegeben werden (siehe auch Aspe östlich).
Bei mehreren früheren Befahrungen der Grube fertigte ich einige Skizzen
an. Es war sehr eindrucksvoll für mich, noch auf der 2. Sohle im
Querschlag und im Nebentrum 10 Stück 500-l-Förderwagen anzutreffen.
Auch führen 300er-Luttentouren der Sonderbewetterung in jeden Abbau,
ja selbst ein Preßluftlüfter hing noch an seiner Stelle auf der 2. Sohle.
Zwei Ladestellen nahmen wir in Augenschein. Die Schachtzimmerung ist
zusammengebrochen und liegt auf der 3. Sohle. Unter diesen Trümmern
fand ich auch den von Franz Stemmer beschriebenen Förderkorb. Ein
Fülltrog (Gezähe der Siegerländer Erzbergleute) auf der 2. Sohle deutete
auf den Einfluss von Siegerländer Steigern hin. Am Bremsberg steht noch
der Elektrohaspel. Die 4. Sohle befindet sich ständig unter Wasser.
Bei Schneeschmelze oder wochenlangen Regenfällen steht die Grube ganz
unter Wasser.
Über Tage blickt man in den bis zu 15 Meter tiefen abgebauten Spatgang
(eine riesige Schlucht, worin sich die Füchse wohlfühlen). Das
Fördermaschinengebäude und der Mannschaftsraum sind noch erhalten. Der
Schacht ist mit einer dicken Betonplatte gesichert. Die zwei starken
Fundamente der Fördergerüst-Stützen zeugen noch von diesem Spatbergbau.
Im Mannschaftsraum erinnert noch ein über dem Fenstersturz gezeichnetes
Schlegel- und Eisen-Symbol und der Bergmannsgruß "Glück Auf" an die
aktive Periode dieser Grube.
Da es zwei Gruben mit dem Namen "Aspe" gab, ist aus den Jahrbüchern
des Deutschen Bergbaus (3) nicht klar ersichtlich, um welche Grube es
sich handelt und ab wann Tagebau bzw. Tiefbau betrieben wurde. Auch
wenn die Spatgruben schon lange aufgegeben waren, so hatte man sie
häufig beim Bergamt noch nicht abgemeldet.
Zu Aspe westlich |