Roteisenstein-Grube Enkenberg
Lage: 5 km westlich von Bredelar bei Rösenbeck


Grube „Enkenberg" „Etwa 5 km westlich von Bredelar befand sich die „Grube Enkenberg" am gleichnamigen Berg bei Rösenbeck. Mit einem tiefen Stollen war das Roteisensteinmittel auf 120 m Länge aufgeschlossen worden, das eine durchschnittliche Mächtigkeit von 3 m besaß. Der geförderte Eisenstein war sehr quarzreich, stellenweise bestand das Lager fast nur aus Eisenkieseln. Die geringe Qualität des Eisensteins führte dann 1881 zur Einstellung der Grube. Die zwischen 1959 und 1960 durchgeführten Tiefbohrungen haben das Roteisensteinlager bis zu einer flachen Teufe von 150 m unter die Stollensohle nachweisen können". Aus: Slotta, S. 376

Vor- Ort- Ergebnis: Am Ausgehenden des Enkenbergerzuges westlich unterhalb seiner Kuppe befindet sich die sogenannte „Bettchenhöhle". Im eigentlichen Sinne ist es keine Höhle, sondern ausgeprägt regulärer Bergbau. Der Abbau auf Roteisenstein fand hier mittels Bohr- und Sprengarbeit statt, wie die Relikte zeigen. Es ist noch ein sehr beachtlicher Hohlraum (Abbau) befahrbar. Er dient heute den Fledermäusen als Quartier. Die tiefsten Stollen des Enkenberges setzen süd- östlich der Straßengabelung der B 7 Brilon- Bredelar mit der Kreisstraße K 62 an. Im Gelände rechts der B 7 ist noch ein Stolleneinschnitt im Fichtenwald auffindbar. Der große Aufschlussstollen, in der Karte des Sauerländischen Gebirgsvereins (um 1960) als „Stollen Madfeld" bezeichnet, wurde Anfang der 80er Jahre zuplaniert (Bergsicherungsmaßnahme).





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