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Quelle: Heinz Wilhelm Hänisch: "Der Kalkspatbergbau auf der Briloner Hochfläche", 1996, ca. 240 Seiten Bestelladresse: Heinz Wilhelm Hänisch, Steinstr. 20b, D 45768 MARL, Tel. 02365/68094
Der Kalkspatbergbau auf
INHALTSVERZEICHNIS
DIE GRUBEN
DÖNEKES
DER BERGBAU AUF KIESELSCHIEFER (LYDIT)
Übersichtskarte
13.1 Am Eisenberg (Altenbüren)
Es handelt sich hierbei um eine Kalkspatgrube der Firma GÖKE. Im
Jahrbuch des Deutschen Bergbaus (3) fand sich ein Hinweis auf eine
Grube bei Altenbüren, und zwar die Kalkspatgrube "Am Eisenberg". Es
soll von einem Schacht mit Dreibock von 10 bis 15 m Teufe aus abgebaut
worden sein. Es ist nichts mehr in der Örtlichkeit vorhanden. Aber
einige Meter weiter östlich, an der Wegkreuzung, steht noch ein
ausgedehnter Schuppen. Wie mir ein Kollege berichtete, hätte er
dort in der Gegend in einem Schuppen eine Spataufbereitung gesehen.
Dieser Hinweis war richtig. Ich fand in diesem Schuppen eine
Miniaufbereitung" der Firma GÖKE. Brecher, Gummiförderband und
Siebanlage mit unterschiedlichen Antriebsmotoren, mal mit Benzin-, mal
mit Dieselmotoren versehen. Dies ist noch eine der wenigen erhaltenen
Aufbereitungen des einst blühenden Briloner Spatbergbaus.
Eine weitere Aufbereitung befindet sich zur Zeit noch in Brilon
in der Gernandstraße auf dem ehemaligen Firmengelände des Josef Grawe.
Wie mir Ortsansässige erzählten, war der Herr Göke wohl eine Art
Weltmeister im Erstellen von Spatschächten mit und ohne Ausbau. Er
versuchte diese Gruben dann an gut betuchte Interessenten zu verkaufen,
was ihm auch öfter gelang. Nordwestlich von Nehden ist heute noch ein
Hinweis auf eine Spatgrube der Firma GÖKE sichtbar.
13.2 Karl (Brilon)
In den Jahrbüchern des deutschen Bergbaus taucht diese Grube in den
Jahren 1963-1973 auf. Am 04.04.1995 war ich mit Herrn Horst Otminghaus
auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Grube Karl. Er machte mir
folgende Angaben:
Im Jahre 1972 haben einige Kollegen von mir die Grube befahren (Schacht
mit Förder- und Fahrtrum, ca. 15 Meter). Da waren die vom Schacht abgehenden
Strecken bereits zugeschossen. Auf den Lutten lagen noch Reste von stengeligen
Spatkristallen, die eine Länge von bis zu 20 Zentimeter erreichen konnten
und deshalb diese Grube bei eingeweihten Mineraliensammlern sehr beliebt
machte. |