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bewegten Auf und Nieder bestimmt. Er hat Zeiten bitterer Armut gekannt, hat aber auch zum Wohlstand unserer
Tage geführt. Er war gezeichnet von Kriegs- und Friedenszeiten, von Zusammenbruch und Wiederaufbau.
Aber dieser Weg stand, das wollen wir nicht vergessen und heute dankbar rühmen, unter dem Schutz
des Herrn.
Wer von uns wollte ermessen, wieviel Segen vom Altar der neuen Pankratiuskirche ausgegangen ist. Wie
viele Menschen mögen sich Sonntag für Sonntag Kraft geholt haben im gemeinsamen Opfermahl oder im
stillen Gebet vor dem Tabernakel. Gott allein weiß im letzten um den Glaubensgeist und den Opfermut
einer christlichen Gemeinde.
Kirchen und Altäre sind - allem Wechsel der Zeiten zum Trotz - auf Dauer gebaut. Inmitten der Häuserzeilen
unserer Städte machen sie deutlich, daß Gott bei uns ist und bleibt, daß Er wirklich sein Zelt unter uns
aufgeschlagen hat. Aber Gottes Anwesenheit ist still und unaufdringlich. Sie kann in der Hektik unserer Tage
erstickt werden. Eine lebendige Gemeinde wird man zuallererst daran erkennen, daß sie sich der Anwesenheit
Gottes bewußt ist. Ich kann den Warsteiner Katholiken nichts Besseres wünschen, als daß sie auch heute
und weiterhin in Anbetung, Dank und Opfer Gott dem Herrn verbunden bleiben.
In der Liebe zu unserer heiligen Kirche mit Ihnen vereint, grüße und segne ich die ganze St. Pankratius-Gemeinde.
Card. Jaeger
Erzbischof von Paderborn Ostern 1973
Der Patron unserer Pfarrkirche "St. Pankratius"
Unter den Märtyrern der römischen Christenverfolgungen befinden sich auch mehrere jugendliche Heilige.
Das römische Recht ließ den Kindern keine mildere Behandlung zuteil werden als den Erwachsenen, wenn
sie sich gleich diesen weigerten, den heidnischen Staatsgöttern die befohlene Ehre anzutun. So ist es billig,
daß die alten Christengemeinden diesen heiligen Kindern dieselbe Verehrung entgegenbrachten wie den
Erwachsenen, die geistige und sittliche Führer ihrer Gemeinden waren. Die Verehrung des hl. Pankratius
ist uralt und gibt die Gewißheit der Geschichtlichkeit dieses jugendlichen Märtyrers, obwohl die schriftliche
Überlieferung nicht bis in die älteste Zeit zurückreicht.
Nur die Höhepunkte des kurzen Lebens dieses Heiligen werden in den Märtyrerakten erwähnt, sein innerer
Entwicklungsgang und auch die Einzelheiten seines Martyriums bleiben im Dunkel. Die Andeutungen genügen
aber, um ein anschauliches Bild von dieser lichten Heldengestalt zu gewinnen.
(die gesamte Festschrift kann auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden)
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