Quelle: WR vom 28.04.2005

"Sie wusste immer einen Ausweg"

Allagen/Coesfeld. Viele Allagener werden ihre Gedanken am heutigen Tag nach Coesfeld lenken, wo Schwester Maria Adelharde ihren 90. Geburtstag feiert, Und sie werden sich dabei an die Zeit erinnern, die die engagierte Schwester in Allagen verbracht hat. Ihre erste Profess legte Schwester Maria Adelharde im Jahr 1938 ab. Nach Aufenthalten in Mülhausen, Aachen, Vechta und Ahlen zog sie im Jahr 1962 nach Allagen, wohnte im Antoniusstift und übernahm die Aufgaben der Krankenpflegerin. Mit außerordentlichem Engagement ging sie 29 Jahre lang, bis zum Jahr 1991, im Möhnetal ihrer Aufgaben nach und zeichnete sich durch außergewöhnliche Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit aus. Wenn Familien, die Schwerkranke zu pflegen hatten und ob ihrer schweren Last verzweifelten - sie wusste immer einen Ausweg, pflegte die Kranken und half den Angehörigen. So war es ein schwerer Verlust für die Kirchengemeinde, als sich Schwester Maria Adelharde von ihrer Gemeinde verabschiedete und im Alter von 76 Jahren in den verdienten Ruhestand trat. Sie zog nach Coesfeld ins Kloster Annenthal. Der Kontakt zur Kirchengemeinde riss aber nie ab. Da ihr Pastor Ernst Müller regelmäßig den Pfarrbrief zusandte, war sie über wichtige Ereignisse stets bestens informiert. So wunderten sich immer wieder Bewohner aus dem unteren Möhnetal, wenn sie überraschend Post aus Coesfeld bekamen und ihnen Schwester Maria Adelharde Anteilnahme bei traurigen Anlässen bekundete oder sie zu Jubiläen beglückwünschte. Zu ihrem 90. Geburtstag gratulieren viele Freunde, sagen ihr noch einmal Danke für die segensreichen Jahre und wünschen ihr einen beschaulichen Lebensabend. Die Rundschau schließt sich diesen Wünschen gerne an.


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