Quelle: WP vom 29.12.2006

Schützen trauern um ihren Ehrenoberst

Warstein. (AO) Um einen Ur-Warsteiner ärmer ist die Stadt seit gestern: Josef Sauerwald, Ehrenoberst der Warsteiner Bürgerschützen, schloss am Freitag im Alter von 82 Jahren für immer die Augen. Knorrig, wie die von ihm gelegentlich zitierte Eiche, war Josef Sauerwald Zeit seines Lebens. Nicht immer bequem, aber immer geradlinig war der Warsteiner Bauernsohn, der mit vier Geschwistern auf dem elterlichen Hof an der Hochstraße aufwuchs und später viele Jahre lang mit seiner Gattin Mathilde deren ererbten Hof an der Rangestraße bewirtschaftete. Vor drei Jahren konnte das Paar seine Goldene Hochzeit feiern.

Zudem hatte er 1977 von Anton Gödde dessen Milchwagen übernommen und prägte damit viele Jahre das Straßenbild Warsteins. Daneben fand Josef Sauerwald die Zeit, sich gesellschaftlich für seine Heimatstadt zu engagieren. Seit 1952 gehörte er den St. Sebastianus-Junggesellenschützen an, wechselte nach seiner Heirat zu den Bürgerschützen und machte dort Karriere vom Offizier über das Königsamt bis zum Oberst, der er von 1977 bis 1994 war. Zum Dank machten ihn diese zum Ehrenoberst. Dem Stadtrat gehörte Sauerwald seit den 50er Jahren an, zunächst für die FDP, dann bis 1979 für die CDU. Zu Grabe getragen wird Josef Sauerwald am Mittwoch, 3. Januar 2007. Um 14 Uhr ist das Seelenamt in der Pankratiuskirche, anschließend die Beisetzung auf dem Friedhof.


Lexikon der Stadt Warstein, erstellt durch Horst Hassel,
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