|
Rück- und Ausblick: Das war 2004 - so wird das Jahr 2005 30.12.2004 / LOKALAUSGABE / WARSTEIN
Von Konstantin Tassidis
Stadtgebiet. Heute endet ein ereignisreiches Jahr - ein Jahr, in dem Warstein viele Höhen und Tiefen erlebt hat. Da war zum Beispiel der Durchbruch in Sachen B55-Tunnel, die Nabucco-Aufführung als kultureller Höhepunkt, die immer wieder erfolgreiche Montgolfiade. Doch es gab auch negative Schlagzeilen - die Stadt kurz vor der Pleite, die lange Diskussion um ein Vogelschutzgebiet im Belecker Indu-Park.
Wie schon im vergangenen Jahr blickt die WR zusammen mit den Ortsvorstehern der Warsteiner Stadtteile auf die vergangenen 12 Monate zurück. Die Serie startet heute mit dem Rück- und Ausblick von Erwin Koch, Ortsvorsteher von Suttrop. In 2003 kamen die Ortsvorsteher der Bitte der WR gerne nach, und auch in diesem Jahr setzen die Ehrenbeamte die Tradition der Rundschau gerne fort. Den Aus- und Rückblick von Erwin Koch sowie die Höhepunkte des Suttroper Jahres in Bildern finden Sie auf unserer Lokalseite 3.
Suttrop hat viel erlebt in den vergangenen 12 Monaten - neben Nabucco bewegte die Suttroper vor allem die drohende Insolvenz "ihres" Markant-Schulte. Die Bewohner mussten wochenlang die Arbeiten an der Kreisstraße ertragen - und konnten sich freuen, als mit dem Ende der Arbeiten die Straße endlich wieder in einem gutem Zustand gebracht worden war.
Große Feiern und Ereignisse gab es im gesamten Stadtgebiet - zum Beispiel die bewegende Stichwahl zum Bürgermeister mit einem überglücklichen Manfred Gödde als strahlenden Gewinner.
Rundschau-Elf und Triathlon
In bester Erinnerung ist auch das Brauerfest und die Montgolfiade - die Feste haben erneute mehrere zehntausend Besucher nach Warstein gelockt. Zu den sportlichen Höhepunkten gehörte neben dem Triathlon am Möhnesee wieder einmal das Spiel Rundschau-Elf gegen den Regionalligisten SC Paderborn. 500 Zuschauer im Hardtstadion brachten 555 Euro für einen guten Zweck. Auch 2005 werden die besten Fußballer im WR-Trikot gegen den dann vieleicht schon Zweitligisten auflaufen. Und schon heute freuen sich die Sportfreunde auf Franke Sloothaak und Co bei der Warsteiner Champions Trophy 2005.
Das Zusammenleben im Ort gestärkt
Von Erwin Koch
Suttrop. Nach einem wunderbaren Abschlusskonzert unserer X-mas Singer vor fast 400 begeisterten, Wunderkerzen schwenkenden Besuchern, hat der Suttroper Weihnachtsmarkt 2004 gerade seine Pforten geschlossen. Ein ereignisreiches Suttroper Jahr liegt wieder hinter uns. Unsere Hochfeste des Jahres, aber auch viele kleine Aktivitäten unserer Vereine und Gruppierungen haben wieder dafür gesorgt, das Gemeinschaftsgefühl, das Zusammenleben in unserem Ort zu stärken.
So wollen wir nun eine kleine Vorschau auf das kommende Jahr 2005 halten. Schon in der Terminabsprache für das kommende Jahr, im Oktober 2004, kristallisierten sich ungewöhnlich viele Höhepunkte des Suttroper Vereinslebens heraus. Eine große Anzahl von Vereinsjubiläen, wie das 95-jährige Bestehen unserer Spielleutevereinigung 1910, die dreitägigen Feierlichkeiten anlässlich des 25.Geburtstages unseres Musikvereins 1980, das 60-jährige Bestehen unseres Kirchenchores und natürlich das Mitfeiern und Miterleben der Festivitäten "100-Jahre Westfälische Klinik" ziehen sich wie ein roter Faden durch das Jahr 2005.
Teilnahme ist der schönste Dank
Schon jetzt lade auch ich alle Suttroperinnen und Suttroper recht herzlich zur Teilnahme an diesen Feierlichkeiten und Festivitäten ein. Denn eines sollte uns allen bewusst sein, Vereine und Institutionen, die das ganze Jahr für unser Dorf aktiv sind, können nur durch die zahlreiche Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger an den Festterminen den schönsten Dank für oft ihre aufwendige Arbeit erfahren.
Dieses alles kann und darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieses kommende Jahr wieder eine Menge an abzuarbeitenden Maßnahmen für uns bereithält. Nehmen wir die Weiterführung der schnellstmöglichen Verkehrsentlastung unserer stark belasteten Ortsdurchfahrt, die auch durch einen neuen Fahrbahnbelag und einige verkehrssichernden Maßnahmen, immer noch eine der am stärksten frequentierten Ortsdurchfahrten, mit überdurchschnittlichem Schwerlastverkehrsanteil, unserer Stadt ist.
Das Vorhalten einer entsprechenden Infrastruktur, die ja erst einen Ort lebenswert macht, ist ein weiterer wichtiger Arbeitsbereich, der jedes Jahr auf`s Neue unser ganzes Engagement fordert. Ein Ort ohne entsprechende Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung, Schule und Kindergärten, Seniorenbetreuung, Treffpunkte für unsere Jugendlichen u.s.w. verliert schnell einen Teil der von den Bürgern gewünschten Lebensqualität. Dazu gehört auch die Bereitstellung von entsprechendem, erschwinglichen Bauland für junge Familien. Das laufende Verfahren zur Umwandlung der Friedhofserweiterungsfläche Am Gutshof wird im Jahr 2005 abgeschlossen sein. Somit stehen dann weitere 15 bis 18 Bauplätze in unserem Ort bereit.
Einmaliges Erlebnis im Steinbruch
Aber warum sollte man nicht auch ein wenig träumen vom Suttroper Jahr 2005! Träume von einem 2. Großereignis a la "Nabucco" würde ich, und wahrscheinlich alle Suttroper, mit aller Macht unterstützen. Dieses einmalige Erlebnis im Steinbruch der Familie Weiken sollte Rückschau und Blick in die Zukunft zugleich sein. Ich wünsche Christian Weiken eine glückliche Hand bei der Vorbereitung einer 2. Veranstaltung mit diesem besonderen Flair in freier Natur, wie eben diese Oper unter den Sternen.
Mit Menschen zusammenarbeiten, die etwas bewegen wollen, ist für mich wieder ein besonderer Ansporn dieses Jahr 2005 anzupacken und gemeinsam mit meinen Suttropern zu gestalten. Neben den Brauchtumsveranstaltungen wie Karneval und Schützenfest freue ich mich besonders auf den 2. Suttroper-Markt im August. Diese Leistungsschau der Suttroper Gewerbetreibenden verwandelt unsere Schützenhalle und den Außenbereich wieder in ein Messegelände mitten im Dorf. Ein weiterer, wichtiger Baustein ist für mich die Einrichtung der Offenen Ganztagsgrundschule im Jahr 2005 in Suttrop. Wir sollten diese Chance nutzen, auch wenn ich jeden verstehe, der gerne ein größeres Paket im Sinne unserer Kinder geschnürt hätte. Nehmen wir diese Ganztagsgrundschule als Einstieg in ein weiter auszubauendes Konzept.
Im Sinne echter Dorfgemeinschaft
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Gestalten wir dieses Jahr 2005 also wieder im Sinne echter Dorfgemeinschaft. Für die tolle Mitarbeit im zu Ende gehenden Jahr bedanke ich mich nochmals ganz herzlich. Ich wünsche euch allen einen Guten Rutsch sowie Glück und Gesundheit im Neuen Jahr.
Euer Ortsvorsteher Erwin Koch
Für den Ort das "Jahr der Baustellen"
Von Elke Bertling
Belecke. Bevor ich das Leben in Belecke im Jahre 2004 Revue passieren lasse, möchte ich zunächst allen Leserinnen und Lesern ein gutes und friedvolles Jahr 2005 wünschen und mich bei denjenigen bedanken, die sich für das Wohl unseres Ortes und der hier lebenden Menschen engagieren!
2004 stand u. a. im Zeichen der Kommunalwahl. Die Interessen Beleckes werden nun durch sieben Ratsmitglieder vertreten. Alle Wahlkreise holte die CDU und konnte somit auch den Ortsvorsteher stellen. Die Belecker Bürgerschaft hatte sich mehrheitlich für Peter Wessel als Bürgermeister entschieden, konnte sich jedoch mit diesem Votum auf Stadtebene nicht durchsetzen.
Durchstich, aber auch endlose Staus
Das Jahr 2004 könnte in die Geschichte Beleckes eingehen als das Jahr der Großbaustellen. Durchstich, Kreisstraße, Drewerweg, Spitzkehre, Lodenweg und Kallerweg II - in allen Ecken Beleckes wurde gebuddelt. Die neue innerörtliche Entlastungsstraße, der Durchstich, führte bis zur Fertigstellung zu zahlreichen Umleitungen und endlosen Staus. Vor allem der Ausbau des Verkehrsknotenpunktes Höhe Stütings Mühle inklusive der Gleisbauarbeiten hatte es in sich und führte zur Vollsperrung im südlichen Bereich der Bahnhofstraße und damit zu einer provisorischen Verkehrsführung über den damals noch im Bau befindlichen Durchstich. Linienbusse und Ortskundige nutzten den Weg durch die Altstadt. Geduldig ertrugen die Belecker Altstadtbewohner die ungewohnten Verkehrsströme. Aufgrund der zeitgleichen Verlegung der Kreisstraße und den damit verbundenen Rückbau des Drewerweges kam es zu weiteren Verkehrsbehinderungen. Leider hielt dies so manchen Bürger ab, die "Staustadt Belecke" als Einkaufsstadt zu nutzen.
Staub, Lärm und Verkehrschaos gehören der Vergangenheit an. Drei Tage vor der Verkehrsfreigabe des Durchstichs wurde die K 27 feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Durch die Verlegung der Kreisstraße vom Drewerweg durch den Wiebusch erfährt das Gewerbegebiet nun eine bessere Anbindung an das überörtliche Straßennetz, was sich positiv auf die ansässigen Betriebe auswirken wird.
Unvergessen sind die Feierlichkeiten anlässlich der Verkehrsfreigabe des Durchstichs am 27. August. Mit einer Zeltstadt auf dem alten Marktplatz und ansprechendem Rahmenprogramm hatten die Belecker Vereine ein großartiges Fest auf die Beine gestellt. Nach den Böllerschüssen der Sturmtagskanoniere und dem geistlichen Segen wurde das bis dahin von den Belecker Nachtwächtern bewachte schwarz-rot-goldene-Band durchschnitten. Eine prachtvolle Oldtimer-Parade beförderte Ehrengäste über das neue Teilstück der B 55. Zur Gaudi geriet das Kräftemessen der Belecker Vereine, vor allem das Strohballenwettrennen bleibt in Erinnerung.
Inzwischen haben wir uns an den Durchstich gewöhnt. Der Schwerlastverkehr zieht an der Innenstadt vorbei. Jeder kann zügig und bequem die Bahnhofstraße erreichen und dort in entspannter Atmosphäre einkaufen.
Seit dem Ausbau der Spitzkehre können alle Verkehrsteilnehmer den Rabenknapp problemlos erreichen. Diese Baumaßnahme steht im Zusammenhang mit der Erschließung des Baugebietes Kallerweg II und soll neben einer besseren Verkehrsführung die Wilkestraße vom Hauptverkehr entlasten. Mit der Verkleidung der Mauer passt sich die Kurve optisch in das Gefüge der Altstadt ein.
Kleiner Vogel, große Wirkung |