Quelle: WP Warstein vom 17.12.2003

Anfänge live miterlebt


Peter Grüning erzählte Schülern
der Klasse 3b so manches aus den
Anfängen der Gutenbergschule. Foto: Manfred Böckmann

Von Manfred Böckmann

Warstein. Am Dienstag vor genau 50 Jahren wurde die Johann-Gutenbergschule Warstein eingeweiht. Zu diesem Jubiläum finden in der Schule derzeit viele Aktivitäten statt. Gestern war unter anderem ein Zeitzeuge zu Gast.
Peter Grüning gehörte zu denen, die die Anfänge der Johann-Gutenberg-Schule live miterlebt haben - und zwar als Schüler. Der Klasse 3b stand er gestern Rede und Antwort. Und die Jungen und Mädchen scheuten sich nicht, dem 60-Jährigen Löcher in den Bauch zu fragen.

So konnte sich der Warsteiner gut daran erinnern, dass es zur Belohnung Fleiß- und Sammelkärtchen gab. "Und wie wurde man bestraft?", wollten die Schüler wissen. Peter Grüning kann sich an Kopfnüsse und lang gezogene Ohren erinnern. Außerdem musste ein Störer bisweilen den Rest der Stunde vor der Tür verbringen - oder schlicht nachsitzen. Diese Regelungsmaßnahme kennen auch heutige Schüler.

"Gab es auch Tage ohne Hausaufgaben?", war die nächste neugierige Frage. Und die - für viele überraschende - Antwort: "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir mal nichts auf hatten." Und wie wurden die Pausen verbracht? "Wie heute". Es wurde Fangen gespielt, Fußball (auch damals verboten) oder Besuche im angrenzenden Bergenthalpark unternommen (damals noch im Privatbesitz und daher gleichfalls nicht erlaubt). Die Mädchen waren Fans von Gummitwist.

Damals nicht einfacher Ja, das Schülerleben war damals nicht einfacher. Ausflüge gab es aber auch schon - aber nicht wie heute mit dem Bus. "Wir machten Wanderungen, etwa zur Bohnenburg. Da fanden dann viele Spiele statt."

Weihnachtslieder wurden auch gesungen - einen Adventskalender gab´s freilich nicht. Und so manche Einrichtungsgegenstände - auch wenn sie nach Meinung des Nachwuchses sehr alt aussehen - waren vor 50 Jahren zum Schulstart ebenfalls noch nicht da.


Quelle: WR Warstein vom 27.12.2001

"Gutenberg-Schülerjournal" macht
dem Namensgeber alle Ehre

Warstein. (st) An seinem guten Ruf kann man nur selbst arbeiten und das tut die Gutenberg-Grundschule mittlerweile bundesweit: Das "Gutenberg-Schülerjournal" macht der Schule und seinem prominenten Namensgeber alle Ehre. Das halbjährlich erscheinende Schülerjournal wurde jüngst im Rahmen des vom Schulministerium innitiierten GÖS-Forums mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet.

Keine "ganz neue Ehre" übrigens für Schüler sowie das engagierte Kollegium: Bereits 1997 gab es einen stattlichen Geldpreis für das Projekt: "Einrichtung einer Lernwerkstatt". In diesem Jahr hatte die Schule im benachbarten Arnsberg beim aktuellen GÖS-Forum quasi ein Heimspiel. Entgegen genommen wurde die Urkunde diesmal für das außergewöhnliche Engagement rund um die Schülerzeitung.

Würdigung von Regierungspräsident
Regierungspräsident Wolfram Kuschke würdigte dabei insbesondere die Aspekte im Bereich der "Weiterentwicklung des Lebens und Lernens im Schulalltag" - erfolgreich und konzeptionell an den Zielen der GÖS-Arbeit orientiert. Schulen aus dem ganzen Bundesgebiet haben mittlerweile Interesse an einer Zusammenarbeit mit den journalistisch aktiven Warsteinern gezeigt. Grundschulen aus Hamburg, Bittereld oder Bonn haben Kontakt aufgenommen, besonders intensiv wird schon die Freundschaft zur Gutenbergschule in Bochingen gepflegt. Von den Freunden und Freundinnen aus Baden-Württemberg gabs kurz vor Weihnachten ein riesiges Geschenk für die Warsteiner 4a: Ein Flugzeug, gespickt mit allen Fotos der Schülerinnen und Schüler der Bochinger 4a und einen großen Stapel Briefe.