Quelle: WP Warstein vom 28.09.2003

Solidarität unterscheidet Verband von anderen
75-jähriges Jubiläum begann im
"kleinen Wohnzimmer der kfd"

Von Manfred Böckmann

Kallenhardt. Dass sie sich 75 Jahre aktiv am Dorfgeschehen beteiligt und mitgearbeitet haben, das sah Brunhilde Geesmann als Vorsitzende der Frauengemeinschaft St. Clemens ein. Aber dass Ortsvorsteher Ditmar Kruse ihnen auch für ihr touristisches Engagement dankte . . . Dabei ist die Sache doch ganz klar: Durch das alljährliche Kreuzweggebet am Kalvarienberg kommen unzählige Frauen in den Bergort.

Das 75-Jahre-Jubiläum des Vereins begann, wie es sich für einen christlichen Verband gehört, mit einer gemeinsamen Messe und einem Empfang im Pfarrheim, dem "kleinen Wohnzimmer der kfd", wie es die Vorsitzende bezeichnete. Die Aktivitäten in den 75 Jahren hätten sich nicht sehr verändert, wie das glücklicherweise erhalten gebliebene erste Protokollbuch belege, so Geesmann: Religiöse Vorträge, aber auch Geselligkeit. "Kreativ, fröhlich, dynamisch" - auch so könne man kfd (eigentlich Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) übersetzen, meinte die Vorsitzende.

"Ein stattliches Jubiläum", "kfd steckt voller Leben", "ist nicht mehr wegzudenken" - so charakterisierte Rainer Geesmann als Vorsitzender des Fördervereins Heimatpflege den Verein. Er erinnerte auch an das Kochbuch, das von den Frauen zum Dorf-Jubiläum herausgebracht wurde und bereits mehr als 4500 Mal verkauft wurde - sogar schon nach Australien.

Gestern feierten die Frauen mit einem "Bunten Nachmittag" in der Schützenhalle weiter 75 Jahre kfd St. Clemens Kallenhardt. Mit dabei waren auch zahlreiche Vertreter von Frauengemeinschaften aus dem gesamten Dekanat Rüthen. Christa Mertens als Festrednerin wies darauf hin, worin sich die kfd von anderen Vereinen unterscheidet: Die "Solidarität" - sowohl mit Gott als auch untereinander.

Das bunte Programm eröffnete die kfd-Tanzgarde, was Brunhilde Geesmann - nach einer Zugabe - mit den Worten "Auch mit 75 Jahren kann man noch ganz schön flott sein" kommentierte.

In eine ganz andere Richtung ging hingegen die "Überraschung": Es trat der "Jungfrauen-Verein" auf. Ob sich vor 75 Jahren tatsächlich die 30 Mitglieder so gefunden haben - und vor allem so züchtig waren - darf allerdings bezweifelt werden.

Das dreistündige Programm bot für jeden etwas - Sketche (etwa die richtige Zubereitung eines Hähnchens), Lieder (der "Aldi-Song") oder die Tanzgarde. Langeweile kam bei den mehr als 200 Teilnehmerinnen so jedenfalls nicht auf.


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