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Geschichte der St. Sebastianus-Junggesellen-Schützenbruderschaft 1767 - 1992
aus Anlaß des 225jährigen Bestehens herausgegeben von der St. Sebastianus-
Junggesellen-Schützenbruderschaft Warstein - 112 S. - mit Beiträgen von |
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Die Ursprünge des Schützenwesens Werner Gierse
Als die Bürgerschützen im Jahre 1929 ihr 200jähriges Bestehen feierten, löste dies beim
damaligen Vorstand der Junggesellen-Schützenbruderschaft heftige Proteste aus. Die
Junggesellen betrachteten sich als der ältere Verein und wollten diese Ehre nicht an die
Bürgerschützen abtreten. Obwohl die Streitigkeiten dann schließlich beigelegt werden
konnten, blieb bis heute - besonders bei den älteren ehemaligen Junggesellenschützen -
die Ansicht bestehen, daß die Junggesellen älter als die Bürgerschützens seien. (1
Wer hat denn nun recht? Es ist zweifellos richtig, daß es auch schon vor 1767, dem
Gründungsjahr der jetzigen Bruderschaft, Junggesellen in den Reihen der Schützen
gegeben hat. So hat sicherlich August KROPP recht, wenn er schreibt: "In dem alten
Protokollbuche der Junggesellenschützen wird dieser Verein im Jahre 1767 zum ersten
Male als selbständige Verbrüderung genannt. Zweifellos hat der Verein ein höheres Alter,
denn die Schützengesellschaften, die dem Westfalenlande eigentümlich sind, haben ihren
Ursprung im grauen Altertum; anfänglich hatten sie einen kriegerischen Charakter." (2
Es ist klar, daß in den Reihen der schon vor 1767 erwähnten "Schützen-Compagnie" in
Warstein natürlich auch Junggesellenschützen ihren Dienst verrichteten, ja daß sie dort
wahrscheinlich sogar in der Mehrheit waren. . .
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