Quelle: WR Warstein vom 05.10.2003

Seit 50 Jahren: Rat und Hilfe für die Siedler

Von Steffi Borghoff
Belecke. Eigentlich gab es am Samstagabend doppelten Grund zu feiern. Zum einen das Kreissiedlerfest und zum anderen das 50-jährige Jubiläum des Siedlerbundes Belecke. Letzteres stand an diesem Wochenende aber eindeutig im Vordergrund.

Der Verein gehört dem Kreisverband Möhne-Lippe an, zu dem insgesamt 4207 Mitglieder zählen, von denen etwa 2300 aus Belecke kommen. Von anfänglichen 1100 Mitgliedern ist der Siedlerbund Belecke "vom Ruderboot zum Ausflugsdampfer angewachsen", erklärte Josef Büngeler, erster Vorsitzender des Vereins, stolz. Es ist eine der größten Vereinigungen in Deutschland.

Ehrennadel für besondere Verdienste
Stolz können auch die beiden sein, die von Alfons Löseke, dem Präsidenten des Deutschen Siedlerbundes, mit der Ehrennadel für besondere Treue ausgezeichnet wurden: Josef "Atti" Raulf und Herbert Götze. Josef Raulf, der seit 1962 Mitglied im Vereins ist, 1981 2. Vorsitzende und Schriftführer wurde, bekleidete von 1984 bis Ende 1996 das Amt des 1. Vorsitzenden. Dafür wurde ihm am Samstagabend der Titel des Ehrenvorsitzenden zuteil. Herbert Götze, der seit dem 1.1.1963 dabei ist, liefert seit 1973 die Zeitschrift "Heim und Garten" immer pünktlich an die Leser aus. Die Belohnung dafür: die Ehrennadel in Gold.

Neben diesen beiden gab es aber noch zahlreiche Jubilare, die an diesem Abend ebenfalls mit Nadel und Urkunde für ihre langjährige Mitgliedschaft und Tätigkeit im Siedlerbund ausgezeichnet wurden. Besonders nennenswert sicherlich diejenigen, die bereits seit 50 Jahren, also seit dem Entstehungsjahr, dabei sind. Hans Grasbeinter, Paul Schiermeister, Josef Schlothane, Adolf Drude und Christa Köhne gehören zu diesen Personen.

Für 40-jährige Treue wurden ausgezeichnet: Josef Kruse, Sigrid Rieke, Hilde Schmidt, Lore Pittroff, Reinhard Dittrich, Josef Raulf, Josef Büngeler, Theodor Oberreuter, Claus Stratmann, Albert Tigges, Karl Kramer, Anni Quandel, Volker Müller, Siegfried Bittner, Katharina Wiethoff, Elfriede Brogner, Maria Walter, Walter Hörstmann, Udo Fischer, Herbert Götze, Theresia Gauseweg, Johannes Bruns, Paula Pomplum, Sofie Jindra, Ruth Krüger, Hildegard Lucht, Bernd Wendt, Walter Smorra, Werner Kikernik, Heinz Döben und Johannes Scherer.

Seit 25 Jahren sind Eberhard Daum, Theo Schulte jun., Friederike Grewe, Helmut Gördes und Ulrich Kügler dabei. Grussworte sprachen Manfred Gödde sowie Ortsvorsteherin Elke Bertling aus. Während der Feier wurden Lose für die Tombola am späteren Abend verkauft, dessen Preise einen Gesamtwert von etwa 3000 Euro erreichten. Für musikalische Unterstützung sorgte die Musikkapelle Hirschberg sowie das Alphornensemble "Waldfrevel".


Quelle: WR Warstein vom 08.01.2003

50. Geburtstag der Siedler im Oktober

Belecke. (skf) Die Siedlergemeinschaft Belecke hat jetzt 2263 Mitglieder. Sie konnte im laufenden Geschäftsjahr sechs Neuaufnahmen pro Monat verbuchen.

"Wir verfügen heute über 2263 Mitglieder", begrüßte der erste Vorsitzende Josef Büngeler die zahlreich erschienen Mitglieder am Dienstagabend im Gasthof Hoppe zur Generalversammlung. "Sechs Neuaufnahmen im Monat zeigen ein starkes Interesse an unserem Siedlerbund. Zudem befinden wir uns im Jubiläumsjahr: am vierten Oktober feiern wir in der Belecker Schützenhalle den 50.Geburtstag."

Der Rückblick auf das ereignisreiche Siedlerjahr bewies etliche Aktivitäten und Informationveranstaltungen. So ist beispielsweise die achttägige Fahrt nach Tirol zu den Passionsspielen sehr gut angenommen worden.

"Es sind verschiedene Geräte zum Verleihen neu angeschafft worden: ein Hilti-Bohrhammer, ein Stemmhammer, ein Hochdruckreiniger (mit fünfzehn Meter langem Hochdruckschlauch, um Abflussrohre zu reinigen) und ein Häcksler", verlas Josef Büngeler den Geschäftsbericht. "Um eventuell notwendig werdende Reparatur der Geräte bezahlen zu können, wird ein Obolus für das Ausleihen genommen." Durch die leichte Erhöhung der Beiträge und mehr Mitglieder ergab der Kassenbericht ein Plus .

Bevor dann Rechtsexperte Kaus Peter Hohenstein über das Thema "Erben" referierte, gab es Wahlen. Als erster Vorsitzender wurde Josef Büngeler und als Schriftführerin Marita Rodehüser bestätigt. Kassenprüfer wurden Klaus Mahnke und Josef Krieger.

"Hätten wir doch nur ein notarielles Testament gemacht......", leitete Klaus Peter Hohenstein seinen Vortrag ein. "Vermeiden Sie möglichst Erbengemeinschaften, schaffen Sie klare Verhältnisse." "Muss ich zum Notar, um ein Testament zu machen?", fragte ein Siedler. "Nein, es muss aber handschriftlich verfasst sein, mit Datum versehen und von beiden Ehegatten unterschrieben sein", antwortete der Notar. "Das erspart den Vererbern zwar Notarkosten, jedoch müssen die Erben im Erbfall einen teuren Erbschein beantragen und selbst bezahlen. Die Kosten von beiden Möglichkeiten halten sich die Waage."


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